Besuch der Kitas „Kindertraum“ und „Die wilde 13“


26. September 2014

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Timmermann-Fechter hat sich über das Konzept der „Early Excellence“ in den städtischen Kindertagesstätten informiert. Nachdem sie von Eltern kritisch auf das Konzept angesprochen worden war, wollte sie sich selbst ein Bild machen.

Am 18. August besuchte die Abgeordnete gemeinsam mit Bürgermeisterin Ursula Schröder die Kindertagesstätten „Kindertraum“ in Mülheim-Holthausen und „Die wilde 13“ in Mülheim-Styrum. Begleitet wurden sie von den fachkundigen Mitarbeitern des Amtes für Kinder, Jugend und Schule, Ingolf Ferner und Minka Gerent.

In der Kita „Kindertraum“ führte die Leiterin Gabriele Berges die Gruppe zur sog. Magnetwand, an der jedes der 69 Kinder sein Foto auf einem magnetischen Button in die Gruppe platziert, in der es mitmachen will. Die umfangreiche Auswahl reicht von „Klanghöhle“ bis zum „Löwenzahn-Labor“. Die Kinder gewöhnen sich schnell daran, sich in die gewünschte Aktivität „einzutragen“ und neue Kinder werden durch „Kinderpaten“ herangeführt. Dieses offene Konzept bedeutet aber eben nicht eine Aufgabe der Gruppenstruktur. Die Gruppen, bei denen die Kinder eine feste Bezugserzieherin haben, gibt es weiter, sie sind sogar noch wichtiger geworden.

„Early Excellence“ bedeutet, die Stärken der Kinder zu erkennen und auszubauen, dabei aber auch die Schwächen zu bearbeiten. Dabei werden auch wichtige Fertigkeiten wie „Schleife binden“ oder mit der Schere schneiden noch so gelernt wie vor 30 Jahren, damit die Kinder für den Schulbesuch gerüstet sind. Die Probleme, die im letzten Jahr durch eine Reihe von krankheitsbedingten Ausfällen der Erzieherinnen entstanden sind, sollen ab diesem Jahr durch einen „Springer-Pool“ gelöst werden. Ingolf Ferner erläutert: „Jede Einrichtung muss einige Personalstunden abgeben. Dadurch wird eine Vertretungsreserve gebildet, die einspringt, wenn es in einer Einrichtung Ausfälle gibt.“

Darauf hofft auch Ute Donat, die Leiterin der „Wilden 13“ in Styrum. Sie hat 64 Kinder in ihrer Einrichtung, viele davon mit Migrationshintergrund. Anders als in Holthausen sind hier auch 1 und 2jährige Kinder. Auch hier gibt es die Magnetwand und die einzelnen Bereiche, die hier „Quasselkiste“, „Forscherecke“ oder „Kochstudio“ heißen.

„Mir sind die Gespräche vor Ort sehr wichtig“, sagt Astrid Timmermann-Fechter. Sie wird das, was sie in den beiden städtischen Einrichtungen gesehen hat, in weiteren Gesprächen vertiefen und vor allem mit den Eltern rückkoppeln, die sich an sie gewandt haben. Diese Erfahrungen tragen zu einem besseren Verständnis bei und helfen, die Startchancen für die Jüngsten in Mülheim weiter zu verbessern.